Positionspapier Ernährungswende

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Für eine Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen!

Bevor der Ernährungsrat Metropolregion Hamburg e.V. gegründet wurde, haben viele der heute aktiven Akteur:innen bereits gemeinsam an einer Ernährungswende in Stadt und Region gearbeitet. Unter dem Namen „Bio-Bündnis“ entstand 2022 ein gemeinsames Positionspapier mit klaren Forderungen an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg für eine nachhaltige, gesunde und faire Verpflegung in öffentlich finanzierten Einrichtungen – von Kitas und Schulen bis hin zu Kantinen und Krankenhäusern.

Die Kernforderungen an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg

Hamburg muss einen ambitionierten Beitrag leisten für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem – mit der Gestaltung einer nachhaltigen Ernährung in öffentlich finanzierten Einrichtungen hat der Senat einen wichtigen Hebel in der Hand. Folgende Maßnahmen müssen vom Senat beschlossen und innerhalb eines Jahres gestartet werden:

  1. Bestandsaufnahme: Wie nachhaltig ist die Verpflegung in öffentlich finanzierten Einrichtungen in Hamburg
  2. Ernährungsstrategie entwickeln und Mindeststandards für eine nachhaltige Ernährung in öffentlich finanzierten Einrichtungen in Hamburg verbindlich verankern 
    – Schrittweise Steigerung auf 100% Bio-Lebensmittel bis 2030 – soweit möglich aus der Region und aus fairem Handel 
    – Nachhaltigkeitsstandards für tierische Produkte – für mehr Tier-, Gesundheits- und Klimaschutz 
    – Stopp der Lebensmittelverschwendung
    – Angemessene Preise in der Kita- und Schulverpflegung
    – Sozial-verantwortliche Lieferketten und nachhaltige öffentliche Beschaffung
  3. Förderprogramm „Bildung und Beratung für nachhaltige Verpflegung“ starten
  4. Koordination, Evaluation und Kontrollen

Das Papier skizziert unter anderem Ziele für 100% Bio-Lebensmittel bis 2030, möglichst regional und fair gehandelt, verbindliche Tierwohlstandards, die Reduktion von Lebensmittelverschwendung sowie sozial-verantwortliche Lieferketten. Aus diesem Bündnis hat sich mit der Gründung des Ernährungsrats ein dauerhaft verankerter zivilgesellschaftlicher Akteur entwickelt, der die Forderungen weiterentwickelt, politische Prozesse begleitet und konkrete Initiativen in der Metropolregion Hamburg vorantreibt.

Wer mehr über die Entstehung, die beteiligten Organisationen und die Kernforderungen erfahren möchte, kann das vollständige Positionspapier „Für eine Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen“ hier nachlesen.  

Ein gemeinsames Positionspapier von:

Essen mit Zukunft,  Alternation, Altonale kulturfutter, Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hamburg, Infozentrum Globales Lernen, BUND, Cradle to Cradle Hamburg, Fair Lötet, Fair Trade Stadt Hamburg, foodsharing Hamburg, Frauenwerk der Nordkirche, Gemeinwohl Ökonomie Hamburg, Goliath Watch, Netzwerk Green Events Hamburg, Greanpeace Hamburg, Grüner Wirtschaftsrat, HH genfrei, hamburg.global, Initiative Lieferkettengesetz Hamburg, Kirchlicher Dienst der Arbeitswelt in Nord-Deutschland, Kirchliche Entwicklungsdient der Nordkirche, Kirchengemeindeverband der Kindertageseinrichtungen Hamburg-Ost, Lawaetz-Stiftung, Mobile Bildung e.V.,  NABU, PAN Germany, Provieh, RENN.Nord, SKH, Slow Food Hamburg, Solawi Vierlande, UmweltHaus am Schüberg Kirchenkreis Hamburg-Ost, Umwelt- und Klimaschutzbüro Evangelische-Lutherische Kirche in Norddeutschland, W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik, World Future Council, Zentrum für Mission und Ökomene Nordkirche Weltweit.